Promotionsstipendium

01. November 2021

Ausschreibung nach dem Landesgraduiertenförderungsgesetz (LGFG)

Die Kommission für geschichtliche Landeskunde vergibt in Zusammenarbeit mit der Graduiertenakademie der Universität Heidelberg an überdurchschnittlich qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber ein Stipendium zur Förderung eines Promotionsvorhabens im Bereich der geschichtlichen Landeskunde Baden-Württembergs. Das Stipendium ist an keine bestimmte Fachrichtung gebunden, da mit der geschichtlichen Landeskunde nicht nur Historiker, sondern auch Geographen, Archäologen, Sprachwissenschaftler, Rechts-, Kirchen- und Kunsthistoriker u. a. befasst sind. Förderungsfähig sind Promotionsvorhaben zu Themen und Phänomenen aus dem historisch-geographischen Raum, der vom heutigen Bundesland Baden-Württemberg abgedeckt wird.

Bewerbungsschluss:

31. Januar 2022

Stipendienbeginn:

voraussichtlich 01. April 2022

Stipendienlaufzeit:

Bis zu zwei Jahre mit Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr

Stipendienhöhe:

1.365,- Euro/Monat Grundförderung zzgl.
  103,- Euro/Mt. Sach- und Reisekostenpauschale sowie
  400,- Euro/Mt. Kinderbetreuungszuschlag bei einem Kind und weitere
  100,- Euro/Mt. für jedes weitere Kind.
Ferner (sofern zutreffend) ein Krankenkassenzuschlag in Anlehnung an das Verfahren der Begabtenförderungswerke: Stipendiaten/-innen, die nicht über ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis in der Pflichtversicherung krankenversichert sind, können einen Krankenkassenzuschuss i.H.v. 50% der nachgewiesenen Kosten der Krankenversicherung bis zu max. 100 Euro/Monat erhalten. Das betrifft Stipendiaten/-innen in der freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung oder in einer privaten Krankenversicherung mit mindestens demselben Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung ("Basistarif" oder "Volltarif").

Bewerbung bei:

Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg:
sibeth(AT)kgl-bw.de




Bei der Bewerbung sind einzureichen:


A) von der Bewerberin / vom Bewerber

»  Antrag auf Gewährung eines Stipendiums

sowie folgende Unterlagen als eine PDF-Datei:
»  Projektskizze (max. 5 Seiten) plus Literaturliste
»  Zeitplan
»  Tabellarischer Lebenslauf
»  Hochschulzeugnis (i.d.R. Magister/Magistra Artium, Diplom oder Master)
»  Annahme als Doktorand/-in an der begutachtenden Fakultät


B) von den Gutachterinnen / Gutachtern

»  Gutachten von zwei Hochschullehrer/-inne-/n


Hinweise:

Ein eventuelles Beschäftigungsverhältnis neben dem Stipendium muss einen Bezug zum Fach haben, in dem die Dissertation angefertigt wird; das jährliche Einkommen darf 7.380,- Euro nicht überschreiten. Dies entspricht in etwa 25% einer Vollzeitbeschäftigung nach TV-L 13.

Nach dem 31.01.2022 eingegangene Bewerbungen sowie unvollständige Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden.

Das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg zur Verfügung gestellte Sonderstipendium zur geschichtlichen Landeskunde Baden-Württembergs aus Mitteln der Landesgraduiertenförderung wird von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg vergeben. Verwaltung und Auszahlung des Sonderstipendiums erfolgen durch die Graduiertenakademie der Universität Heidelberg. Rechtliche Grundlage ist das Landesgraduiertenförderungsgesetz (LGFG).

Das Vergabeverfahren orientiert sich an dem Verfahren der Universität Heidelberg (vgl. auch deren Satzung zur Durchführung des Gesetzes zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses). Es ergeben sich einige kleinere Abweichungen:

  • Dieses Sonderstipendium ist nicht an einen fixen Stipendienbeginn gebunden, sondern kann auch unterjährig vergeben werden. Deshalb kann in diesem Fall das in Heidelberg vorgesehene Online-Bewerbungsverfahren nicht angewandt werden.
    Die Bewerbungsunterlagen sind darum bei der Kommission für geschichtliche Landeskunde und nicht an der Universität Heidelberg einzureichen.
  • Die Annahme als Doktorandin bzw. Doktorand an der Universität Heidelberg ist keine zwingende Voraussetzung für die Gewährung dieses Stipendiums. Antragsberechtigt sind vielmehr Doktorandinnen und Doktoranden aller baden-württembergischen Hochschulen.

Nach dem Haushaltsrecht der Universität Heidelberg dürfen Doktorandinnen und Doktoranden, die

  • bis zu drei Monate vor Beginn einer Stipendienförderung einem Beschäftigungsverhältnis als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in oder wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Heidelberg (ausgenommen Uniklinikum)
  • mit einer Arbeitszeit von mehr als 25% einer Vollzeitbeschäftigung nachgegangen sind und
  • deren Tätigkeit in unmittelbarem inhaltlichem Zusammenhang mit ihren Promotionsvorhaben stand,

aufgrund renten- und sozialversicherungsrechtlicher Vorgaben kein Stipendium im Anschluss an das Beschäftigungsverhältnis von der Universität Heidelberg erhalten. Eine Stipendienförderung ist in diesen Fällen erst nach einer dreimonatigen Pause zwischen Ende des Beschäftigungsverhältnisses und Beginn der Stipendienförderung möglich.
Dies beträfe nur potentielle Stipendiat/-innen, die ein Beschäftigungsverhältnis mit der Universität Heidelberg haben/hatten.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Uwe Sibeth, Tel. 0711/212-4262, E-Mail: sibeth@kgl-bw.de.